Ein Erfahrungsbericht von Hannah
Der Physiotherapie-Vorbereitungskurs vom 14. bis 16. Februar 2025 in Graz hat mir für das Aufnahmeverfahren für die FH in Graz im Bereich Physiotherapie sehr geholfen.
Der Vorbereitungskurs
Es waren intensive und lernreiche Tage mit vielen neuen Informationen. Die drei Kurstage waren gut strukturiert aufgebaut. Ich hatte durchgehend die Möglichkeit, mir Notizen zu machen, da die Vorträge zwar flüssig, aber nicht zu schnell abgehalten wurden.
Von Anfang an herrschte eine angenehme Atmosphäre. Ich hatte keine Hemmungen, Fragen zu stellen und auf alle Fragen wurde freundlich und ausführlich eingegangen.
Ohne diesen Physiotherapie-Vorbereitungskurs wäre ich nie an die vielen hilfreichen Tipps gekommen, die mir letztlich dabei geholfen haben, den Online-Test zu bestehen. Auch für den praktischen Eignungstest konnte ich mich gut vorbereiten. Besonders wertvoll waren die Hinweise „zwischen den Zeilen“, etwa zur Körpersprache oder zur Prüfungsatmosphäre. Zum Beispiel hat es mir sehr geholfen zu wissen, dass die Prüfer oft nicht besonders freundlich wirken. So war ich vorbereitet und konnte ruhig bleiben.
Sehr nützlich war auch der Fragenkatalog für das Gespräch. Damit konnte ich viel üben und ging mit einem guten Gefühl in diesen Teil des Verfahrens.
Der schriftliche Test – Teil 1
Folgende Aufgaben kamen beim kognitiven Test:
- Zahlenreihen: eher leicht bis mittelschwer. Die erweiterte „Bogerl“-Variante kam nicht vor, aber die normale und die getrennte Variante schon.
- Rechenbeispiele: nicht extrem schwer. Gut vorbereitet im Kurs, vor allem auf Schlussrechnungen und Wahrscheinlichkeitsrechnungen.
- Wortanalogien: empfand ich teils als schwer, teils als einfach.
- Matrizen: leicht bis mittel, insgesamt nur zwei bis drei Stück.
- Wortflüssigkeit: nur eine Aufgabe.
- Schlussfolgerungen: viele Aufgaben, aber in anderer Form als geübt: ein kurzer Text mit anschließender Aussage, bei der man entscheiden musste, ob die Schlussfolgerung zutrifft, nicht zutrifft oder nicht beurteilt werden kann.
- Würfelaufgaben: ca. sechs bis sieben Stück. Ich empfand sie nicht als schwer, aber durch die Aufregung brauchte ich länger zum Nachdenken.
- Papierfalttests: ein bis zwei Aufgaben, sehr einfach.
Der praktische Test – Teil 2
- Gymnastikball: eine Minute Bewegung mit einem großen Gymnastikball, innerhalb oder außerhalb eines abgeklebten Bereichs.
- nonverbale und verbale Anleitung: eine Person nonverbal zu einem Platz führen (drei bis vier Schritte) und anschließend verbal in eine bestimmte Position bringen (z. Ausfallschritt).
- Bewegung nach Video: zwei Mal ein Video ansehen, dann 30 Sekunden ausprobieren und anschließend vorzeigen.
- Tastaufgabe mit Holzstücken: 45 Sekunden Zeit, um drei kleine Holzstücke mit unterschiedlichen Rillen blind zu ertasten; danach eine Minute, um sie aus einer Box mit sechs Teilen wiederzufinden.
Flipchart, Gruppenaufgabe und Gespräch – Teil 3
- Flipchart-Vorstellung: 10 Minuten Zeit, um Name, Hobbys, Erfahrungen mit Physiotherapie, Stärken und Schwächen auf ein Flipchart zu schreiben. Die Zeit war knapp. Ich war froh, das am Vortag geübt zu haben, da viele in meiner Gruppe nicht fertig wurden.
- Gruppenaufgabe: wir waren zu sechst, vor uns lagen ca. 15 Begriffe wie „Durchhaltevermögen“, „spontan“, „selbstbewusst“. Es wurde eine fiktive Situation vorgelesen, in der sich eine Patientin nicht mobilisieren lässt, weil sie etwas online gelesen hat. Jede Person musste sich dann einen Begriff auswählen und erklären, warum dieser wichtig ist.
- Einzelgespräch: eine junge Frau und ein Mann stellten Fragen zu den Fächern im ersten Semester, warum ich Physiotherapie studieren will und warum ich dafür geeignet bin. Ich empfand das Gespräch als angenehm, aber eine gute Vorbereitung ist auf jeden Fall notwendig.
Mein Fazit
Ich empfehle diesen Vorbereitungskurs auf den Physiotherapie-Aufnahmetest auf jeden Fall weiter. Ohne ihn hätte ich nicht so gezielt üben können und hätte das Aufnahmeverfahren nicht erfolgreich abschließen können.
Für alle, die sich denken: „Das ist teuer“ – ich kann mit Überzeugung sagen, dass sich dieses Geld definitiv auszahlt.






