Na, wie hast du in Schulzeiten gelernt? Allein daheim, mit Freund:innen oder einfach gar nicht? Egal wie, im Studium wird es sich mit Sicherheit ändern. Der Gedanke „Ich brauche nur die richtige Technik, dann läuft’s sicher“ ist zwar ganz nett, stellt sich aber schnell als trügerisch heraus. Denn die eine Methode die für alle passt gib es nicht. Studieren bedeutet ausprobieren, anpassen, scheitern und daraus lernen. Deine Uni-Strategie gibt es nicht als fertiges Rezept, sie ist viel eher ein laufender Prozess.
Die perfekte Lernmethode?
Was bei deinen Freund:innen und Kommiliton:innen super funktioniert, kann für dich vollkommen unpraktisch und nicht auf dein Leben anwendbar sein. Die einen lernen stundenlang konzentriert in völliger Stille zuhause, die anderen zwar auch in Stille aber in der Bib und wieder andere blasten Metal auf ihren Kopfhörern im Café, während sie sich etappenweise durch die Folien klicken. Lass dich also nicht stressen, wenn du es anders macht. Perfekt gibt’s nicht – nur passend für dich.

Erste Schritte: Tools, Kalender, Deadlines
Bevor du loslegst und deine ideale Lernmethode suchst, solltest du erstmal deinen Uni-Alltag organisieren. Ein geordneter Kalender, ob digital oder physisch, hilft dir, Deadlines, Prüfungstermine und Abgabefristen im Blick zu behalten. So kannst du gut darauf hinlernen und -arbeiten und dein Chaos findet Struktur. Diese Übersicht nimmt dir bereits vieles an Stress und hilft, geplanter an das Lernen heranzugehen. Tools wie Notion, Trello oder Studo sind dafür hervorragend geeignet.
Mitschreiben? Mindmaps? Karteikarten?
Die eine schwört auf handschriftliche Notizen, der andere auf digitale Anmerkungen auf den Vorlesungsfolien. Wieder andere lernen mit fremden Zusammenfassungen und die nächsten nur mit Karteikarten, die sie aus den Folien und Zusammenfassungen erstellt haben. Probiere dich durch. Vielleicht helfen dir Mindmaps, um komplexe Themen zu verstehen, während Karteikarten perfekt für Definitionen sind. Bist du eher ein visueller oder auditiver Lerntyp? Finde heraus, wie du dir Dinge am leichtesten und eingängigsten merkst und orientiere dich daran. Wichtig ist nur, dass du dich durchtestest.

Lerngruppen, Tutorien, Foren oder doch ganz alleine?
Gerade an öffentlichen Universitäten ist man als Student:in mehr Nummer als Mensch und geht in der Anonymität oft unter. Da hilft es, sich auszutauschen. Ob über Lerngruppen, Foren oder Tutorien, die als Ergänzung zu Vorlesungen und Übungen angeboten werden und die Chance bieten, Fragen zu stellen, bleibt dir überlassen. Aber auch alleine zu lernen ist möglich. Finde heraus, wann du wie am besten lernst und nutze Uni-Angebote, wie beispielsweise die „Nachtschicht“ der Uni Wien, wenn du eine Nachteule bist, oder die Bibliotheken, die meist schon frühmorgens ihre Pforten öffnen.
Keine Angst vor Anpassung
Was im ersten Semester gut für dich funktioniert, muss im dritten nicht mehr passen. Nicht nur du veränderst dich, auch dein Studium verändert sich im Laufe der Zeit. Die Prüfungsformen sind variabel, deine Stärken und Schwächen werden klarer, und manchmal brauchst du einfach neue Ansätze. Das ist normal. Flexibilität ist Teil deiner Strategie und keine Schwäche.
Uni ist nicht nur Wissenserwerb – sondern auch Selbstlernkultur
Am Ende geht’s im Studium nicht nur um Inhalte, sondern darum, wie du lernst. Deine Uni-Strategie ist ein Werkzeugkasten, den du Semester für Semester füllst. Und irgendwann merkst du: Es geht nicht darum, „perfekt zu studieren“ – sondern darum, den Weg zu finden, der für dich funktioniert. Schließlich ist so ein Studium auch ein großer Selbstfindungsprozess.






