Ein Erfahrungsbericht von Joana
Ich habe das komplette Aufnahmeverfahren für den Studiengang Hebammen 2025 absolviert und möchte hier meine Erfahrungen teilen.
Der schriftliche Test
Grundsätzlich kann ich sagen, dass mir der Vorbereitungskurs sehr geholfen hat, vor allem im Hinblick auf meine Nervosität vor dem schriftlichen Test. Ich habe mich gut vorbereitet gefühlt und konnte, da ich die Aufgabenbereiche bereits kannte, gezielt üben und so Sicherheit gewinnen.
Wie im Kurs vorhergesagt, wurde die Schwierigkeit der Aufgaben innerhalb der Untertests zum Ende hin zunehmend anspruchsvoller. Besonders der Untertest „Zahlen vergleichen“ war für mich eine Herausforderung. Man muss hier definitiv geübt im Kopfrechnen sein und grundlegende Multiplikations- und Divisionsschritte schnell abrufen können.
Da der Test wie bisher ohne Video- und Audioüberwachung stattfand, war es möglich, einen Taschenrechner zu verwenden, falls nötig.
Eine Woche nach dem Test habe ich erfahren, dass ich ihn bestanden habe und zur nächsten Stufe des Aufnahmeverfahrens zugelassen wurde.
Das Aufnahmegespräch
Für das Gespräch konnte man sich selbst einen Termin innerhalb eines etwa sechswöchigen Zeitraums auswählen. Ich habe mich für einen späten Termin entschieden und mir zu fast jeder Frage aus dem bereitgestellten Fragenkatalog eine Antwort vorbereitet.
In der E-Mail der FH wurde zusätzlich empfohlen, den österreichischen Hebammenkodex zur Vorbereitung durchzulesen, das habe ich auch gemacht.
Beim Gespräch waren zwei Personen anwesend: Eine führte das Gespräch, die andere hörte mit und machte sich Notizen. Beide waren freundlich, zeigten aber kaum Reaktion, was es schwer machte, ihre Einschätzung zu meinen Antworten zu deuten.
Zu Beginn wurden klassische Einstiegsfragen gestellt, wie zum Beispiel:
- Warum möchten Sie Hebamme werden?
- Haben Sie schon einmal Verantwortung für andere Menschen übernommen?
Danach wurde ich gefragt, ob ich den Hebammenkodex gelesen habe und ob mir ein Punkt besonders in Erinnerung geblieben ist oder mich überrascht hat. Außerdem wollten sie wissen, wo ich den Kodex gefunden habe. Zum Glück habe ich mich erinnern können, dass ich ihn auf der Website des österreichischen Hebammengremiums gelesen habe.
Weitere Fragen waren:
- Was hat die Hebammengesellschaft in den letzten Jahren politisch erreicht?
- Was verstehen Sie unter hebammenbezogenem politischem Engagement?
Eine herausfordernde Frage war:
„Du sitzt als junge Hebamme in einem Kaffeehaus. Ein junges Pärchen mit Kinderwagen sitzt dir gegenüber. Der Säugling schreit ununterbrochen und die Eltern reagieren längere Zeit nicht. Greifst du ein?“
Mein Fazit
Insgesamt lief das Gespräch gut. Am 19. Juni habe ich erfahren, dass ich das Verfahren bestanden habe (allerdings bin ich aktuell auf der Warteliste). Ich hoffe sehr, dass ich noch nachrutschen kann.






