BBE-Aufnahmeprüfung 2026: „Mathe hatte es wirklich in sich“
Am 30. Juni 2026 traten zahlreiche Studieninteressierte im VIECON – Vienna Congress & Convention Center (Messe Wien) zur Aufnahmeprüfung für das englischsprachige Bachelorstudium Business and Economics (BBE) der WU Wien an. Die Prüfung dauerte von 15:00 bis 17:00 Uhr und fand ausschließlich in Präsenz statt. Insgesamt nahmen 2.872 Bewerber:innen an der Aufnahmeprüfung teil, für das Studium stehen demgegenüber aber nur 240 Studienplätze zur Verfügung.
Direkt nach dem Test haben wir einige Teilnehmer:innen gefragt, wie sie die Aufnahmeprüfung erlebt haben.
„Ich würde dem Test eine gute 7 geben“
Wie schon in den vergangenen Jahren galt die Aufnahmeprüfung als anspruchsvoll. Die meisten Befragten stuften den Schwierigkeitsgrad zwischen 7 und 8 von 10 ein.
„Ich würde dem Ganzen eine gute 7 geben. Die Vorbereitungsprüfung war zwar schwerer, aber der echte Test hatte es in Mathe trotzdem in sich“, erzählte Bernd nach der Prüfung.
Noch etwas anspruchsvoller empfand Tobias den Test: „Ich würde sogar eine 8 sagen. Vor allem der Matheteil auf Englisch war eine zusätzliche Hürde. Insbesondere die Probability-Aufgaben waren kniffliger als erwartet.“
„Es war viel mathelastiger als gedacht“
Überraschend war für viele vor allem die Gewichtung der einzelnen Themenbereiche. Während der Wirtschaftsteil von mehreren Teilnehmer:innen als gut machbar beschrieben wurde, stellte Mathematik die größte Herausforderung dar.
„Es war viel mathelastiger als gedacht, obwohl es eigentlich ein Wirtschaftsstudium ist“, erklärte David. „Der Wirtschaftsteil hat mir eigentlich Spaß gemacht, der war gar nicht so schwer, aber Mathe war dagegen deutlich fordernder und man musste die Konzepte dahinter wirklich verstehen.“

Zeitmanagement wurde zum entscheidenden Faktor
Neben dem Schwierigkeitsgrad spielte vor allem die knappe Zeit eine große Rolle. Mehrere Teilnehmer:innen berichteten, dass sie ihre Strategie während der Prüfung anpassen mussten.
„Zeitlich ist es sich bei mir nur ausgegangen, weil ich nicht alles fertig gerechnet habe“, erzählte Tobias. „Ich habe teilweise nur so weit gerechnet, dass ich einschätzen kann, was ungefähr stimmt und dabei teilweise auch geraten. Man darf einfach keine Punkte liegen lassen.“
Auch David hätte seine Zeit im Nachhinein anders eingeteilt: „Man muss die Zeit wirklich gut nutzen. Ich habe mir bei den ersten Aufgaben zu viel Zeit gelassen und am Ende blieb mir bei den Matheaufgaben zu wenig Spielraum.“
Ruhige Atmosphäre trotz Anspannung
Die Stimmung im Prüfungssaal beschrieben alle Interviewpartner:innen als konzentriert und angenehm.
„Die Atmosphäre war eigentlich sehr entspannt. Alle waren ruhig und fokussiert“, berichtete David. „Gegen Ende hat man aber gemerkt, dass einige schon ziemlich frustriert waren – besonders wegen Mathe.“
Auch mit der Nervosität gingen die Teilnehmer unterschiedlich um.
„Ich war am Anfang schon nervös“, erzählt Tobias. „Aber weil Economics und Englisch meine Stärken sind, bin ich schnell in einen Flow gekommen. Sobald der Test begonnen hat, war ich voll konzentriert.“
David erlebte die Situation etwas anders: „Nervös war ich eigentlich gar nicht. Ich war eher aufgeregt, weil ich endlich das machen konnte, wofür ich mich wirklich interessiere.“
„Mit der Vorbereitung nicht zu spät beginnen“
Zum Abschluss wollten wir wissen, welche Tipps die diesjährigen Teilnehmer:innen zukünftigen Bewerber:innen mitgeben würden. Die Antworten waren eindeutig: Frühzeitig mit dem Lernen beginnen und besonders Mathematik nicht unterschätzen.
„Ich habe leider erst relativ spät realisiert, wie viel Stoff es tatsächlich ist“, erklärte uns Bernd. „Die letzten zwei oder drei Tage waren deshalb extrem stressig. Wenn man aber zwei Monate vorher beginnt, ist die Aufnahmeprüfung sicher gut machbar.“
Auch Tobias empfiehlt, sich insbesondere für den Matheteil frühzeitig vorzubereiten: „Übt so früh wie möglich, bereits ohne Formelsammlung, unter Zeitdruck und am besten macht euch dabei auch im Internet per Google-Suche schlau und rechnet möglichst viel. Im Test hat man pro Matheaufgabe nämlich schlussendlich weniger als zehn Minuten Zeit – genau das sollte man vorher simulieren.“
Fazit
Die Erfahrungen der diesjährigen Teilnehmer:innen zeigen ein klares Bild: Die BBE-Aufnahmeprüfung 2026 war der geringen Anzahl an verfügbaren Studienplätzen entsprechend anspruchsvoll. Besonders der umfangreiche Matheteil auf Englisch stellte viele vor Herausforderungen, während der Wirtschaftsteil insgesamt als gut lösbar wahrgenommen wurde.
Wer frühzeitig mit der Vorbereitung beginnt, mathematische Konzepte sicher beherrscht und das Arbeiten unter Zeitdruck trainiert, verschafft sich einen entscheidenden Vorteil. Oder, wie es Bernd treffend zusammenfasst: „Wenn man zwei Monate vorher anfängt zu lernen, ist das alles gut machbar.“






