EMS Innsbruck – Portrait

Der EMS (Eignungstest für das Medizinstudium) ist wohl der meistdiskutierte Aufnahmetest in ganz Österreich. Ist er wirklich so hart, wie alle sagen? Wie kann man sich auf den Test vorbereiten und was sind gute Tipps für den Test? Diese Fragen beantwortet dir Markus, ein Student an der Medizin Universität Innsbruck. Er ist im 2. Semester und kann sich noch sehr gut an die Aufnahmeprüfung erinnern.

„Zur Vorbereitung gibt es ein Buch, das man sich bestellen kann. Man bekommt es in jeder besseren Buchhandlung. Das kostet zwar ca. 14€ und man muss sich wirklich dahinter klemmen, aber das ist es wert.“ Markus hat sich aber nicht nur mit dem Buch auf die Prüfung vorbereitet. Er hat auch einen Vorbereitungskurs besucht. „Der ist sehr teuer gewesen, aber wer weiß, ob ich es in die Universität geschafft hätte, wenn ich den Kurs nicht gemacht hätte.“ Der Student ist sich sicher, dass Vorbereitungskurse Sinn machen.

Direkt beim EMS Test geht es hauptsächlich um Schnelligkeit und Kontrolle. „Das mit der Zeit wird hier echt genau genommen. Der Professor sitzt vorne mit einer Stoppuhr und kontrolliert genau, ob jeder im Zeitrahmen bleibt.“ Manche Jugendlichen nehmen ihre eigene Stoppuhr mit, um in der Zeit zu bleiben. Markus hält wenig davon. „Ich hatte auch eine Stoppuhr mit, hab sie aber nie beachtet, weil man sich sowieso so auf die Aufgaben konzentriert, da riskiert man keinen Blick auf die Seite.“

Nicht aus der Ruhe bringen steht auch ganz oben bei den Tipps des Studenten. „Als Mediziner musst du immer konzentriert sein. Und genau das wird beim EMS Test überprüft.“ Viele TeilnehmerInnen werden schon beim Einlass nervös. Wenn 8 Uhr als Prüfungsbeginn festgelegt wird, sollte man mit 11 Uhr rechnen, meint Markus. „Es gibt eben einen großen Andrang. Und bis alle mal in dem Saal sind, dauert das schon drei Stunden. Ich habe mich abgelenkt, indem ich mit anderen geredet habe. So haben wir uns die Nervosität genommen.“

Während dem EMS-Test stößt man oft auf Fragen, die man sich nicht erklären kann. Diese soll man, laut Markus, am besten auslassen oder irgendetwas ankreuzen. „Bevor du Ewigkeiten an einer Frage hängst, die Zeit dann um ist und du noch immer nicht auf die Lösung gekommen bist, lasse die Frage aus und mach bei denen weiter, die dir klar erscheinen. Je mehr Fragen du beantwortest, desto besser.“

Ein letzter Tipp von Markus: “Seid positiv bei der Sache. Das hilft immens.“