Was bei der Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung wirklich zählt – Kursleiter:innen berichten
Wie bereitet man sich optimal auf eine Aufnahmeprüfung vor? Welche Fehler sollte man vermeiden und wie wichtig sind Vorbereitungskurse wirklich? Wir haben mit vier Kursleiter:innen gesprochen, die über Aufnahmeprüfung.at Vorbereitungskurse für verschiedene Aufnahmeverfahren an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen anbieten. Ihre Erfahrungen zeigen: Erfolgreiche Vorbereitung bedeutet weit mehr als nur auswendig zu lernen.
Gute Vorbereitung beginnt mit einem Plan
Ob Psychologie, Gesundheitsberufe oder Veterinärmedizin – alle Interviewpartner:innen sind sich einig: Wer frühzeitig beginnt und strukturiert lernt, verschafft sich einen klaren Vorteil.
Martin Hanko (Kursleiter für Psychologie und diverse Gesundheitsberufe) empfiehlt, sich zunächst einen Überblick über den Prüfungsstoff zu verschaffen: „Die kognitiven Fähigkeiten sind wie ein Muskel – sie werden durch regelmäßiges Training besser.“ Gerade Aufgaben zu Logik, Englisch oder Methodik sollten deshalb kontinuierlich geübt werden.
Auch Sarah Aufschnaiter (Kursleiterin für Psychologie) rät dazu, das Prüfungsskript frühzeitig durchzuarbeiten: „Vertraue in deine eigenen Fähigkeiten und trau dir den Erfolg zu.“
Für die Aufnahmeprüfung an der Veterinärmedizinischen Universität Wien ist laut Lena Wienerroither vor allem eines entscheidend: „Zuerst das Basiswissen verstehen und darauf aufbauend die vielen Details lernen.“ Denn oft seien gerade diese Detailfragen ausschlaggebend.
Vorbereitungskurse vermitteln mehr als Fachwissen
Ein Vorbereitungskurs hilft nicht nur beim Lernen, sondern auch dabei, den Ablauf der Prüfung kennenzulernen und Sicherheit zu gewinnen.
Sarah Aufschnaiter beschreibt den größten Mehrwert so: „Unsere Testsimulationen sind sehr nahe am Original und geben den Teilnehmer:innen Sicherheit.“
Auch Eva Steininger (Kursleiterin für die Aufnahmeprüfungen von diversen Gesundheitsstudiengängen an der FH Gesundheit OÖ und FH Gesundheit in Innsbruck) sieht darin einen entscheidenden Vorteil: „Das größte Mittel gegen Stress ist Klarheit. Wenn man weiß, was auf einen zukommt, sinkt die Prüfungsangst oft ganz automatisch.“
Viele Kursleiter:innen setzen außerdem bewusst auf kleine Gruppen, persönlichen Austausch und individuelle Betreuung. Eva Steininger begleitet ihre Teilnehmer:innen sogar nach Kursende weiter und unterstützt den Austausch untereinander.

Zeitdruck, Detailfragen und Konzentration
Welche Herausforderungen erwarten Bewerber:innen tatsächlich? Die Antwort fällt je nach Studium unterschiedlich aus.
Bei vielen Aufnahmeprüfungen für Psychologie oder Gesundheitsberufe spielt der Zeitdruck eine entscheidende Rolle. Eva Steininger erklärt: „Die Tests sind oft so konzipiert, dass man gar nicht alles schaffen kann.“ Umso wichtiger sei es, Strategien für die Zeiteinteilung zu entwickeln.
Martin Hanko ergänzt, dass viele Bewerber:innen außerdem unterschätzen, wie fordernd mehrstündige Prüfungen für Konzentration und Ausdauer sein können.
Anders sieht es bei der Aufnahmeprüfung für Veterinärmedizin aus. Dort spielt Zeitdruck laut Lena Wienerroither kaum eine Rolle. Stattdessen überraschen viele Detailfragen: „Die Prüfung an sich ist gar nicht so schwer – die Herausforderung liegt in den spezifischen Detailfragen.“
Diese Fehler solltest du vermeiden
Aus den Interviews lassen sich einige typische Fehler ableiten:
- den Lernaufwand unterschätzen,
- zu spät mit der Vorbereitung beginnen,
- sich ständig mit anderen vergleichen,
- Konzentration und Ausdauer unterschätzen,
- oder ohne ausreichende Informationen über Beruf und Aufnahmeverfahren antreten.
Gerade für Bewerber:innen im Gesundheitsbereich empfiehlt Eva Steininger außerdem ein Schnupperpraktikum: „Wer den Beruf wirklich kennt, kann im Aufnahmegespräch authentisch und kompetent darüber sprechen.“
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Mit Selbstvertrauen in die Prüfung
Zum Abschluss geben alle vier Kursleiter:innen eine ähnliche Botschaft mit auf den Weg: Gute Vorbereitung schafft Selbstvertrauen.
Sarah Aufschnaiter rät, sich am Prüfungstag nicht von anderen verunsichern zu lassen. Eva Steininger empfiehlt, die Aufgaben mit einer gewissen Leichtigkeit anzugehen und sie wie ein Rätsel zu betrachten.
Martin Hanko bringt es auf den Punkt: „Ziel ist es, mit einem guten Gefühl zur Prüfung zu gehen.“
Und Lena Wienerroither motiviert besonders jene, bei denen es nicht sofort klappt: „Gib niemals auf! Wenn es dein Traum ist, dann probiere es auch ein fünftes Mal.“
Wer sich gezielt vorbereiten möchte, findet auf Aufnahmeprüfung.at Vorbereitungskurse für zahlreiche Aufnahmeprüfungen an Universitäten und Fachhochschulen in ganz Österreich – sowohl online als auch in Präsenz. Denn wie die Erfahrungen der Kursleiter:innen zeigen: Gute Vorbereitung bedeutet nicht nur mehr Wissen, sondern auch mehr Sicherheit und Selbstvertrauen am Prüfungstag.






