Pharmazie-Aufnahmetest 2026: „Die Matrizen haben viele überrascht“
Am 9. Juli 2026 fand im VIECON – Vienna Congress & Convention Center (Messe Wien) der Aufnahmetest für das Bachelorstudium Pharmazie der Universität Wien statt. Für das Studium der Ernährungswissenschaften gab es in diesem Jahr weniger Bewerbungen als Studienplätze. Damit gab es dafür keine Aufnahmeprüfung. Das Testformal wäre das Gleiche wie auch für Pharmazie gewesen.
Die Prüfung dauerte rund zwei Stunden und wurde ausschließlich in Präsenz abgehalten. Direkt nach dem Test haben wir mit einigen Teilnehmerinnen gesprochen und nachgefragt, wie sie den Aufnahmetest erlebt haben.
„Eine 7 von 10“ – anspruchsvoll, aber machbar
Beim Schwierigkeitsgrad waren sich die Befragten weitgehend einig. Die meisten stuften den Test mit 7 von 10 Punkten ein.
„Ich würde sagen, so um die 7. Zeitgemäß ging es sich gerade noch aus. Da wir viel vom Stoff schon in der Schule gemacht haben, war es okay, aber es war auf jeden Fall noch Luft nach oben“, erzählte Hannah.
Auch Jovana kam zu einer ähnlichen Einschätzung: „Eine 7 von 10 auf jeden Fall. Der Test war zwar nicht extrem schwer, aber definitiv anspruchsvoll.“
„Von den Matrizen kamen viel mehr als erwartet“
Besonders überrascht waren die Teilnehmerinnen von der Gewichtung einzelner Testbereiche. Vor allem die Matrizen-Aufgaben nahmen einen größeren Teil der Prüfung ein als erwartet.
„Die Matrizen fand ich schwierig. Davon kamen viel mehr, als ich erwartet hatte“, berichtet Jovana.
Auch Hannah hatte mit einer anderen Verteilung gerechnet: „Ich dachte nicht, dass so viele Matrizen-Beispiele kommen und dafür nur zwei Beispiele zum Textverständnis.“
Neben den Matrizen sorgte auch das räumliche Denken für Überraschungen. „Die Bandbreite beim räumlichen Denken war größer als erwartet, obwohl ich wusste, dass dieser Bereich vorkommt“, betonte Lea.
Zeitmanagement war entscheidend
Wie schon bei vielen anderen Aufnahmeprüfungen spielte auch beim Pharmazie-Aufnahmetest das Zeitmanagement eine wichtige Rolle.
„Ich habe beim ersten Teil vielleicht ein bisschen getrödelt und am Ende ordentlich Stress bekommen“, erzählte Lea. „Eigentlich war genug Zeit, es war eher Eigenverschulden.“
Jovana machte ähnliche Erfahrungen: „Ich habe mir zu viel Zeit für den Fachteil gelassen und hatte danach zu wenig Zeit für die Matrizen. Auch bei den Zahlenfolgen habe ich echt viel Zeit verloren.“
Eine andere Strategie verfolgte hingegen Hannah: „Ich bin bewusst schneller durch den Fachtheorieteil gegangen, damit ich mehr Zeit für die Zahlenfolgen und die Matrizen habe.“

Ruhige Atmosphäre im Prüfungssaal
Den organisatorischen Ablauf beschrieben alle Interviewpartnerinnen als gut strukturiert und angenehm.
„Es war eigentlich sehr ruhig, konzentriert und ordentlich“, berichtet Hannah. „Zuerst wurde ein Kuvert ausgeteilt, aus dem wir die Antwortzettel entnehmen durften. Erst danach durften wir das Fragenheft öffnen.“
Aufgrund der großen Anzahl an Bewerber:innen war die Stimmung insgesamt zwar angespannt aber durchaus auch beruhigend und konzentrationsfördernd.
„Die Atmosphäre war schon etwas angespannt, einfach weil man so viele Bewerber:innen in einem Raum sieht“, sagte Hannah. „Aber die ruhige und ordentliche Organisation hat mir sehr geholfen, mich zu konzentrieren.“
Auch Jovana bestätigte: „Ich konnte mich wirklich gut konzentrieren. Es war die ganze Zeit über sehr ruhig.“
„Die kognitiven Fähigkeiten nicht unterschätzen“
Zum Abschluss wollten wir wissen, welche Tipps die diesjährigen Teilnehmerinnen zukünftigen Bewerber:innen mitgeben würden. Ein Rat zog sich durch alle Gespräche: Nicht nur die Fachtheorie lernen, sondern auch die kognitiven Fähigkeiten intensiv trainieren.
„Man sollte die Testliteratur wirklich genau lernen, aber die kognitiven Fähigkeiten auf keinen Fall weglassen“, empfahl Lea.
Jovana ergänzte: „Macht unbedingt Beispiele zu den kognitiven Fähigkeiten – auch wenn man keine Lust dazu hat.“ „Und lest euch bei diesen Aufgaben die Beispiele ganz genau durch“, pflichtete Hannah ihr bei.
Neben der fachlichen Vorbereitung gab es auch einen praktischen Tipp von Jovana: „Nehmt euch auf jeden Fall Wasser und etwas Warmes zum Anziehen mit! Schaut euch die Theorie gut an und übt die kognitiven Beispiele im Vorfeld.“
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Fazit
Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen zeigen, dass der Pharmazie-Aufnahmetest 2026 anspruchsvoll, aber gut zu bewältigen war. Besonders die Matrizen-Aufgaben überraschten viele, während sorgfältiges Zeitmanagement entscheidend für ein gutes Abschneiden war.
Wer sich intensiv mit der Testliteratur auseinandersetzt, die kognitiven Fähigkeiten regelmäßig trainiert und die Prüfungssituation realistisch übt, schafft eine gute Grundlage für den Testtag. Oder, wie es eine Teilnehmerin treffend formulierte: „Die Theorie ist wichtig – aber die kognitiven Beispiele sollte man auf keinen Fall unterschätzen.“






