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Psychologie Erfahrungsbericht: Die erste Vorlesung

Die erste Vorlesung.

Wahnsinn. Was hatten wir gehofft, gebangt und gekämpft.

Nach dem Test hatte keiner von uns das Gefühl wirklich sicher drin zu sein. Alle druksten ein wenig rum und freundeten sich innerlich mit ihrem Plan B an.

Doch wir hatten es wirklich geschafft. Wir verabredeten uns 20min vor Vorlesungsbeginn vor der Uni, um gemeinsam rein zu gehen.

Ich stieg an der UBahn-Station Schottenring aus und fuhr die Rolltreppen nach oben. Dort erwarteten mich ca. fünf Studenten, dick eingemummelt, um mir einen Flyer in die Hand zu drücken. Und das nur auf den ersten paar Metern. Es war ein wahres Flyerbombardement! Partys, Veranstaltungen, Studentengemeinschaften – es gab kaum etwas, was sie nicht verteilten.

Ich schlängelte mich durch die Menge und versuchte den WWF-Vertretern zu entkommen, die wirklich hartnäckig sein können. Endlich hatte ich meine Gruppe erreicht.

Wir genehmigten uns noch einen schnellen, kostenlosen Kaffee der RaiffeisenBank und gingen hinein.

500 Leute in einem Raum. Dicht gedrängt unten und auf der Galerie saßen sie und jeder strahlte so ein bisschen, denn es war nicht selbstverständlich hier zu sitzen.

Meine Güte waren wir stolz :D .

Wir saßen oben auf der Galerie und hatten so einen schönen Überblick über die Menge an Menschen. Um mich herum saßen viele sympathische und aufgeweckte Menschen und wussten ebenso selbst nicht so recht wohin mit den Augen. Vorne aufs Podium oder lieber erst einmal schauen mit wem man denn so studiert?

Nachdem der Professor den Kampf gegen das Mikrophon gewonnen hatte, sollte es nun endlich mit der ersten Vorlesung losgehen. Vorne an die Leinwand wurden die Folien projiziert und der Professor ging auf und ab. Es war ein seltsames Lernflair und trotzdem elegant.

Nach 90min war der Spuk vorbei. Wir verließen den Saal und genehmigten uns noch ein kostenloses Stück Pizza, das zu Werbezwecken am Ausgang verteilt wurde.

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, hat sich die Euphorie ein wenig gelegt.

Die ersten Partys wurden gefeiert, die ersten Prüfungen stehen an und es beginnt sich der Alltag einzuspielen. Es klingt vielleicht komisch, aber ich bin wirklich froh darum. Denn wenn man sich überlegt, was wir in den letzten zehn Wochen geschafft haben.. gelernt, einen Test geschrieben, gebangt, gehofft und dann einen Platz in Psychologie bekommen, eine Wohnung gefunden, wunderbare Leute kennen gelernt und auch die kleinen Hürden gemeistert, bin ich wirklich dankbar.

Ich bin froh hier in Wien zu studieren und von Weitem betrachtet, war alles gar nicht so schlimm.

 

Psychologie Erfahrungsbericht: Studienbeginn in Wien

Es war geschafft.

Ich hatte einen Platz bekommen und während des Lernens sagte ich mir immer wieder: Ja, das mit der Wohnung wird schon und alles andere dann sicher auch.

Erst mal rein kommen.

Ich entschied mich schon eine Woche vor Bekanntgabe des Ergebnisses nach Wien zu kommen und mich auf WG Suche zu machen. Glücklicherweise konnte ich währenddessen bei einer Freundin schlafen, die ich im Kurs kennen gelernt hatte.

Zu Hause hatte ich schon gefühlt zwei komplette Foren (WG-gesucht und Easy WG) angeschrieben und zwar jede Option, die für mich halbwegs in Frage kam.

Man glaubt ja nicht wie man plötzlich seine Ansprüche runter schrauben kann.

Ich hatte acht Termine, vier davon sagten mir am Abend bevor die Suche nach meinem neuen Heim beginnen sollte ab. – Herrlich. Naja ich hatte ja vier Tage Zeit, um das Passende zu finden.

Mit der Zeit im Nacken kam Besichtigungstermin nach Besichtigungstermin. Auf dem Weg bis zu meiner jetzigen Wohnung begegneten mir so einige Obskuritäten. Von Wohnungsbesitzern, die angeblich nach Irland verreist waren, mir aber den Schlüssel per Post zu kommen lassen wollten, über Schlager-Fans, deren Bierflaschensammlung ich ausnahmsweise bestaunen durfte, bis hin zu einer WG, in er der einfach zu hübsche Menschen wohnten, sodass ich mich nur mit schlechtem Gewissen in alten Jogginghosen auf der Couch hätte lümmeln können.

Ich hatte es leid mich ständig irgendwo bewerben zu müssen.

Doch am dritten Tag geschah das Unglaubliche. Ich fand ein wunderbares kleines Zimmer mit Balkon, in einer wunderbaren kleinen Wohnung, in der ein ruhiger, netter Mitbewohner wohnte.

Die zweite große Hürde war geschafft. Ich zog einen Tag vor Studienbeginn nach Wien. Das alles verlief etwas stressig, weil ich während der ersten Vorlesungen noch damit beschäftigt war mein Zimmer einzurichten, den Supermarkt zu finden und und und.. – doch auch dieses Problem war schnell beseitigt.

Es sind einfach sehr viele neue Eindrücke, die auf einen einströmen, wenn man umzieht und ein Studium beginnt. An sich alles nur Kleinigkeiten. Wie wo sind die Vorlesungen? Was ist der beste Platz im Audimax? Wo kann man schön feiern gehen? Sind nur die Folien wichtig zum lernen? Oder sollte ich auch alle Texte machen? Und nicht zu vergessen: Wie führe ich einen kompletten Haushalt?– all das prasselt auf einen ein und man hat das Gefühl, dass auch niemand anderes den Masterplan in der Tasche hat. – das macht die Sache an sich wirklich lustig!

Mittlerweile hat sich der Trubel gelegt und ich sitze hier, auf meinem kleinen Balkon, und denke mit einem Schmunzeln an die ersten Wochen zurück..

Psychologie Erfahrungsbericht: Die Vorbereitung

Es war heiß. Unendlich heiß.

Der Sommer hatte es gut gemeint, doch leider sollte bei diesem Schwimmbad und Grillpartywetter die richtige Lernstimmung auf sich warten lassen.

Ich beschloss zeitig anzufangen, um immerhin das Wochenende frei zu haben.

2 Monat hatte ich noch Zeit, als ich das Buch bekam.

So, was tun also? – Ich wartete auf die Lernmotivation.

Ich dachte mir: „Psychologie interessiert mich ja, und da ich das Buch ja schon habe, werde ich wohl auch bald einen Blick rein werfen.. oder es wenigstens mit ins Schwimmbad nehmen.“ – Falsch gedacht. Der erste Monat verstrich und ich hatte nicht wirklich etwas getan.

Ein Plan musste her.

Ich zählte die Werktage bis zur Prüfung, zog die Tage ab, an denen ich arbeiten musste und zählte die zu lernenden Seiten.

So kam ich, auf 8 Seiten pro Tag, ein wirklich machbares Pensum und das Wochenende blieb frei.

Ich machte mich also an die Arbeit. Für mich funktionierte folgende Strategie für viel Stoff auf einmal am Besten: Ich las einen Sinnabschnitt einmal, dann ein zweites Mal mit Unterstreichen und beim dritten Durchlauf erzählte ich mir, was ich gelesen hatte.

Entweder mir, meiner Mama, Freunden, der Wand – egal. Hauptsache ich versuchte das Gelernte noch einmal zu rekapitulieren. Von weitem sah das sicher sehr dämlich aus, wie ich im Bikini bei gefühlten 40°C durch die Wohnung lief und mit mir selbst sprach. – doch was hilft, das hilft.

Am Abend setzte ich mich dann erneut hin und machte die Aufgaben aus dem Übungsbuch zum Buch.

Ein sehr hilfreiches, kleines grünes Ding, wenn man alleine versucht den Stoff zu lernen.

Zu jedem Kapitel gibt es Multiple-Choice Fragen, Verständnisfragen und Richtig oder Falsch Fragen, jeweils immer mit Lösung.

Da ich meinen Fortschritt überprüfen wollte, schrieb ich mir immer auf, wie viele ich richtig/falsch hatte und schaute mir später die Kapitel in denen ich noch Lücken hatte ein weiteres Mal an.

So arbeitete ich mich Tag für Tag, Abschnitt für Abschnitt und Seite für Seite durch das Buch.

Zu Kursbeginn ca. zehn Tage vor dem Test war ich einmal mit allem durch.

Es blieb noch genug Zeit zur Wiederholung. Mein Kurstermin war nachmittags. Also nutze ich den Vormittag, um jedes Kapitel nochmal am PC zusammenzufassen.

Das ging überraschend schnell, denn ich wusste worum es geht, das Unterstrichene war wichtig und ich konnte mir einiges erneut klar machen.

Nach der Kurseinheit trafen wir uns des Öfteren auf ein Bierchen und lernten noch ein wenig gemütlich zusammen. Außerdem teilten wir unter uns nervige Aufgaben auf, wie „eine Liste mit allen Namen, Daten und den zugehörigen Theorien“ für jedes Kapitel zu erstellen. So bekam das Lernen den nötigen Feinschliff.

Zwei Tage bevor der Test stattfinden sollte, beschloss ich nichts mehr zu tun.

Denn was ich bis dahin nicht wusste, werde ich mir auch jetzt nicht mehr aneignen.

 

Psychologie Erfahrungsbericht: Warum diese Studienrichtung?

Wenn mich jemand fragt, warum ich Psychologie studiere, sage ich meistens, „jaaa, also eiiigentlich wollte ja ich Journalismus machen…:D“

Doch von Journalismus bis Psychologie war es ein langer Weg. Und genau der Richtige.

Die letzten beiden Jahre vor dem Abitur tat ich alles was dafür nötig war. Ich schrieb alle Artikel der Schülerzeitung, gründete eine Zeitung und und und… ich dachte DAS ist es. Ein wildes Leben wie Karla Kolumna- die rasende Reporterin. Das wärs!

Nach dem Abitur machte ich Praktika in diese Richtung bei zwei verschiedenen Zeitungen und merkte, dass es doch ein normaler 9-5 Job im Büro war. -Das wollte ich nicht.

Etwas desillusioniert beschloss ich drei Monate durch Südostasien zu reisen. Vielleicht käme mir ja dort die bahnbrechende Idee, was ich mit meinem Leben anfangen könnte. – und tatsächlich: Sie kam. (ich hätte es ja wirklich nicht gedacht.)

Ich interessierte mich schon immer für Psychologie, hatte es auch in der Schule extra als Wahlfach belegt und mich in der 10. Und 11. Stunde nochmal in die Schule gequält.

Ich hatte in Asien, vor allem im Ashram viel Zeit nachzudenken. Ich merkte, dass die Leute dort glücklicher waren, obwohl sie „nichts“ hatten. Und wollte wissen warum, weil ich merkte, dass viele meiner Freunden sich an Problemen den Kopf zerbrechen, die an sich nicht wichtig sind. Ich wollte wissen, wie es geht, anderen Menschen zu helfen glücklicher zu werden. (Ja ich weiß, das klingt seltsam, doch es ist so.)

Es gab noch einen weiteren Grund. Meine Schwester hatte in der Zeit während meines Abiturs ein heftiges psychisches Problem. Ich bekam mit, wie sie litt, sich schlecht fühlte, dachte mit ihr stimme etwas nicht und sie sei irre oder sonst was. Sie schämte sich, da sie nicht wusste, was mit ihr los ist.

Sie ging zu einer Therapeutin, die ihr aber nicht viel weiter helfen konnte, So bekam ich einen kleinen Einblick in das Berufsbild und auch dessen heutige Situation. Die Therapeutin war wirklich nicht das, was meine Schwester in diesem Moment brauchte, da sie ihr mit Klangschalen und Räucherstäbchen kam und jemand der ein solches Problem hat, will dass es schnell und diskret verschwindet, ähnlich wie bei jeder anderen physischen Krankheit auch.

Wir sprachen viel darüber und ich hatte den Wunsch Menschen in solchen Lagen, schnelle Hilfe geben zu können oder zumindest keine Räucherstäbchen oder Sonstiges zu verwenden.

Sie schaffte es letzten Endes aus eigenem Antrieb und Willenskraft, für die ich sie bis heute noch sehr bewundere.

Ich begann darüber nachzudenken. Psychologie also – und desto mehr ich nachdachte, desto mehr gefiel ich mir in der Rolle.

Man kann so viel mit diesem Studium anstellen. Therapeutin werden, einen Master in Werbe- oder Wirtschaftspsychologie machen und und und..

Und egal, wie man es anstellt, man steigt in einer höheren Gehaltsklasse ein. Ja, auch das ist nicht unerheblich.

Auch das Berufsbild gefällt mir, da ich mit Menschen arbeiten möchte, die nicht meine Kollegen sind.

Als ich mich bewarb, hielt ich auch nach Alternativen  Ausschau – doch ich fand keine.

Ich will einen Beruf ausüben, bei dem ich nicht morgens aufstehe und „egoistisch“ mein Geld verdiene und bin glücklich, wenn ich immerhin 3 von 100 Patienten helfen kann.

Kurzum: Es gab einfach keine Alternative mehr für mich, da mich jeder Aspekt an Berufsbild und Studium reizt.

Nur eines darf man nicht vergessen. Es ist lediglich ein Beruf, eine Ausbildung – keine Anleitung zum Glücklichsein. Das muss einem von Anfang an bewusst sein.

Psychologie Erfahrungsbericht: Ein Vorbereitungkurs? Und welcher?

Da ich nicht aus Wien komme, musste ich eigens hinfahren, um mich für den Aufnahmetest anzumelden.

Es war heiß, ich war spät dran und am Eingang der Uni wurde ich mit gefühlten 1000 Flyern bombardiert; für Partys, Veranstaltungen, Lesungen und Kurse.

Unter Anderem wurde mir, wie dies auch nächstes Jahr der Fall sein wird, ein Flyer für den Vorbereitungskurs für Martin Hanko gegeben.

Ungelesen warf ich ihn, zusammen mit den anderen in den Mülleimer.

Ein Vorbereitungskurs? – so was brauch ich doch nicht!

Tja, denkste.

Wieder zu Hause begann ich nun mit der Lernerei und stellte nach zwei Wochen fest, dass das Alles doch mehr und schwerer war als gedacht..

Und bis dato hatte ich mich nur mit dem Buch beschäftigt, was war mit dem Englischteil? Und erst dem Methodikteil? Und wie genau muss ich das denn alles wissen? So langsam machte sich Unruhe breit.

Ich wollte um jeden Preis Psychologie studieren und das in Wien – der Stadt der Kunst, der Malerei und vor allem in einer Großstadt.

Eine Freundin brachte mich schließlich auf die Idee einen Vorbereitungskurs zu besuchen. Sie selbst hatte das für Medizin gemacht und einen Platz erhalten.

Ich begann darüber nachzudenken. Ich musste ja nicht alles wissen – nur besser sein und von einem solchen Kurs erhoffte ich mir einen gewissen Vorsprung.

Im Internet gab es nur zwei Kurse. Einen ohne detaillierte Beschreibung und eben diesen, den ich gemacht habe, bei aufnahmeprüfung.at und Martin Hanko.

Hier stand der Kursalltag beschrieben, es gab ein Video, bei dem ich sehen konnte, was mich wohl erwartet und auch vom Preis gaben sich die beiden nicht viel.

Aber so viel Geld für einen Kurs?

Ich gab mir noch eine Woche Bedenkzeit. In dieser Zeit bestätigten sich meine Zweifel. Es war einfach komisch alleine zu lernen und keine Ahnung zu haben, wie gut sich wohl andere vorbreiteten. Ich fand keine guten Übungsaufgaben für den Methodikteil im Internet, deren Bearbeitung mir ein sicheres Gefühl gegeben hätten und obwohl ich gut Englisch spreche kamen auch da langsam die Zweifel.

Ausschlaggebend den Kurs zu besuchen, war aber nur ein Gedanke:

Wenn ich jetzt nicht alles tue, was ich kann, um dieses Ziel zu erreichen, dann ärgere ich mich nur umso mehr, wenn ich keinen Platz erhalte. – ich bin froh, dass ich es gemacht habe.

Im Nachhinein stellte sich sogar heraus, dass ich sogar die richtige Kurswahl getroffen hatte. Ich lernte über einen Freund noch andere kennen, die den IFS Kurs besucht hatten und wir verglichen die Lernmaterialien und sprachen über den Kurs.

Martin Hanko war einfach besser: das Skript war übersichtlicher und vollständiger und die Methodikaufgaben und der Englischteil waren mehr und schwerer – und das war ja genau das was ich wollte. Außerdem waren wir weniger Teilnehmer und hatten das Wochenende frei.

Ich bereue meine Entscheidung in keiner Weise. Weder, dass ich einen Kurs gemacht habe, noch dass ich den bei Martin Hanko besuchte.

Ich würde wirklich jedem raten, der sich unsicher ist, einen solchen Kurs zu besuchen, denn abgesehen vom Test – zusammen lernt sich’s einfach leichter.

Psychologie Erfahrungsbericht: Der Kurs

Der Kurs.

Ich kam am Tag des Kursbeginns in Wien an.

Da ich nicht selbst aus Wien komme, hatte ich für diese Zeit ein Hostelzimmer ganz in der Nähe gebucht.

Ich stellte mein Gepäck ab und begab mich auf die Suche nach den Kursräumen.

Ich hatte zwar die genaue Adresse inklusive Google Maps-Karte bei mir, doch irgendwie war die Suche schwerer als gedacht, da sich in der Zwischenzeit die Straßennamen geändert hatten. Damit konnte ja nun auch keiner rechnen …

So stiefelte ich nun bei gefühlten 40 Grad durch Wien und fragte mich ernsthaft, ob es das wirklich alles wert war? Das Lernen, der Kurs und der ganze Stress, den das Alles mit sich brachte.

Doch eins kann ich mittlerweile sagen: Es ist es wert und ein Durchhänger passiert den Besten.

Dank einem lieben und sehr süßen Ehepaar fand ich nun endlich den wunderbar kühlen Kursraum. Am Eingang begrüßte mich ein freundliches Schild und ein, zwei weitere Teilnehmer standen rauchend davor. –  Das war mir gleich sympathisch.

Ich suchte mir einen Platz – wie immer Mitte hinten – und wartete auf den Kursbeginn.

Es war ein bisschen wie früher in der Schule, was für mich sehr ungewohnt war nach einem Jahr der Pause. Neue Leute in einem klassenzimmerähnlichen Raum, Hitze und fröhliches Geplapper. – doch viel Zeit blieb nicht, um sich kennen zu lernen, da Martin Hanko pünktlich mit dem Unterricht anfing.

Jeder bekam ein Skript und später auch Methodikaufgaben sowie Englischübungstexte. Im Skript enthalten waren seine Vortragsfolien mit genügend Platz für Notizen und man hatte eine handliche Zusammenfassung der Kapitel.

Der Kursalltag war sehr gut aufgebaut.

In den ersten beiden Einheiten wiederholten wir die Kapitel und konnten zu allem Möglichen Fragen stellen. Martin Hanko erklärte teilweise ein wenig über den Stoff des Buches hinaus, wodurch ein besseres Verständnis für viele Sachverhalte entstand.

Alle anderen Einheiten waren aufgeteilt. Im ersten Part wiederholten wir die Kapitel. Danach folgte eine kleine Pause von ca. 15 Minuten. Im zweiten Teil ging es dann entweder um Methodik oder Englisch.

Martin Hanko hatte für alle Aufgabentypen, mit denen man logisch-mathematisches Denken testen konnte, Aufgaben zusammengestellt, die wir der Reihe nach durch gingen. – Da konnte ja im Test nichts mehr passieren!

Mir half das sehr, da ich, wie gesagt, kein Mathe-Ass bin.

Er betonte immer wieder, dass diese Aufgaben schwerer seien als im  Test (was sich letzten Endes auch bewahrheitete) und wir uns keine Sorgen machen bräuchten.

Auch hier gab es ein dickes Plus von allen Teilnehmern, da man ja lieber an schwereren Aufgabenstellungen übt.

Auch für das Üben des Englischteils hatte er sich verschieden schwere Texte ausgesucht und Fragen dazu erstellt.

Auch hier war die Bearbeitung im Allgemeinen schwerer als im Test, da es nicht nur Multiple-Choice-Fragen waren, sondern es auch offene Fragen gab.

So konnte man wirklich sicher gehen, ob man den Text verstanden hatte.

In der letzten Kurseinheit machten wir einen Probetest, der genau wie der eigentliche Test aufgebaut war. Das beruhigte die Nerven ein wenig und man konnte einschätzen, was wohl auf einen zu kommen wird, und wie viel Zeit man für jeden Teil einplanen muss.

Da wir ja alle am selben Strang zogen und sich mittlerweile auch erste, kleine Freundschaften gebildet hatten, verabredeten wir uns des Öfteren zu einem Bierchen, um den Stoff noch einmal gemeinsam durch zugehen. – wir mutierten wirklich ein wenig zu kleinen Strebern, was die meisten, inklusive mir, sehr erschreckte. Hätte man doch mal schon in der Schule damit angefangen!

Unsere Gruppe besteht bis heute, und ich glaube es tat allen gut, mit der ganzen Sache nicht alleine dazustehen.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass sich der Kurs wirklich gelohnt hat.

Ich habe eine Menge gelernt, konnte mich austauschen und schon einige erste Kontakte in Wien knüpfen. –und ein positives Testergebnis kann jeder unserer Gruppe vorweisen!

 

Psychologie Erfahrungsbericht: Das Buch

Das Arbeiten mit dem Buch.

Am Ende lernten wir es wirklich lieben – dieses Gerrig und Zimbardo.

Doch ich muss gestehen, es ist und bleibt eine Hassliebe.

Als ich das Buch zum ersten Mal in Händen hielt, erschrak ich ein wenig, weil es einfach verdammt schwer ist und gleich den Reisverschluss meines Rucksackes zerstörte – Wir hatten keinen guten Start.

Mit neuer Transportlösung (das Buch Schulmädchen-ähnlich in den Händen zu tragen), beschloss ich mich zum Lernen in ein Café zu setzten, weil zu Hause gibt es einen Fernseher, ein Bett, einen Computer, ein Telephon.. und nicht zu allerletzt eine Wohnung, die man als Ausrede ja auch mal wieder gründlich putzen sollte.

Ich hatte am Tag zuvor die Seiten der Kapitel, die es zu lernen galt, gezählt und mir auf die verbleibende Zeit tageweise aufgeteilt.

Heute also die ersten 8 Seiten. Vom Cover grinste mich ein blondes Mädchen mit leichtem Silberblick und Piercing an, mit der ich von da an noch viel Zeit verbringen sollte.

Der Text ist angenehm zu lesen und leicht verständlich und am Ende jedes Sinnabschnittes gibt es immer wieder Zwischenbilanzfragen um überprüfen zu können, ob das Gelesene auch verstanden und hängen geblieben ist.

Die Lösungen für diese Fragen findet man am Ende sowie ein umfangreiches Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe noch einmal erklärt sind.

Aufgelockert wird der Text, durch die Kästen „Kritisches Denken im Alltag“ und „aus der Forschung“ was das Lernen wirklich ein wenig angenehmer macht.

Ich las die Texte mehrmals, unterstrich Definitionen und Stichworte und machte die Aufgaben.

Tag für Tag, Abschnitt für Abschnitt arbeitete ich mich so durch das Buch.

Von den Perspektiven der Psychologie, über Neuronen und Synapsen, Intelligenzdiagnostik und Entwicklungspsychologie, bis hin zu den wirklich interessanten Kapiteln der Sozialpsychologie.

Ich bekam eine gewisse Routine und da es viel Stoff war und mir nicht all zu viel Zeit blieb ,wurde es mein ständiger Begleiter. Gerrig, Zimbardo und ich trafen uns gegen 9 Uhr (natürlich nur an Werktagen, denn das Wochenende musste frei bleiben), machten gegen 13 Uhr eine kleine Mittagspause und verbrachten dann noch einen ganzen Nachmittag – und das ca. sechs Wochen lang – wir lernten uns lieben.

Natürlich hatten wir nicht immer schöne Zeiten. In Punkto Intelligenzdiagnostik und Gedächtnis hätte ich es am liebsten verbrannt und alles hingeschmissen.

Was sollte das auch? Mit während des Lernens noch unnötige Wortpaare merken zu müssen? Und überhaupt, ich hatte ja erwartet ein von Psychologen konzipiertes Buch lerne sich sowieso von selbst! Und was hat denn dieses Mädchen da ständig zu suchen, das mich von jeder 2. Seiten angrinst?! Ich fühlte mich verfolgt.

Irgendwie raffte ich mich dann doch immer wieder auf, weiter zu machen

Anfangs fiel mir das Lernen wirklich schwer, da ich ein Jahr lang nur gearbeitet hatte und gereist war, doch keine Sorge – das legt sich.

Da ich zum Glück nicht alle Kapitel lernen musste, arbeitete ich mit Pagemarkern, um den Überblick zu behalten. Anfangs schien mir das eine gute Idee zu sein, doch mittlerweile sieht das Buch aus, als könne es fliegen. – den Überblick verlor ich allerdings nicht.

So vergingen Tage, Wochen, ein Monat., sechs Wochen.. und wir, Gerrig, Zimbardo und ich, wuchsen immer enger zusammen. Ich hatte viele Fragen – die beiden auf jede Frage eine Antwort und am Ende der Lernerei waren wir ein eingespieltes Team.

 

Psychologie Erfahrungsbericht: Der Aufnahmetest

Abend vor der Prüfung.

Langsam hatte sich die Nervosität ein wenig gelegt.

Ich beschloss das Buch zuzuklappen, denn was ich jetzt noch nicht kann, werde ich morgen sicherlich auch nicht wissen.

Ich hatte das Gefühl mich gut vorbereitet zu haben. Der inhaltliche Teil war gelernt und mehrfach bei einem Bierchen mit Gleichgesinnten wiederholt und auseinander genommen worden.

Bei Englisch machte ich mir im Allgemeinen keine Sorgen. Wäre da nur nicht dieser Methodikteil gewesen. In Mathe war ich nie das Ass. Es ging immer, aber nur mit viel Aufwand und bei Zahlenreihen, Würfeln und Ähnlichem frage ich mich bis heute – wozu?

Nun ja, aus diesem Grund hatte ich den Vorbereitungskurs gemacht, der mir wirklich sehr geholfen hat. Erstens, um festzustellen, das alle anderen auch nicht immer den Durchblick haben und Zweitens, da sich wirklich noch einige Unklarheiten beseitigen ließen. Man muss ja nicht perfekt, nur besser sein.

Kurzum, es konnte eigentlich nichts schief gehen. Leider bin ich eine derjenigen Menschen, die morgens ihren Wecker gerne mal in den Traum integrieren und das besonders in Stresssituationen. Doch auch diese Hürde konnte ich durch gute Freunde und einen morgendlichen Kontrollanruf meistern – ja, ich war doch sehr aufgeregt.

Morgen vor der Prüfung.

Nach einem halbverschlafenen Telefonat, einer heißen Dusche und einem guten Frühstück fand ich das Austria Center dann auch ohne Probleme. Wie hätte man sich auch verirren können? – es galt einfach der Masse zu folgen.

Wir hatten uns vor dem Eingang verabredet, um noch eine letzte Zigarette vor dem vierstündigen Prüfungsmarathon zu rauchen und es tat gut, bekannte Gesichter zu sehen, denen genauso der Stift ging und von denen es (inklusive mir) natürlich keiner zugeben wollte.

Um kurz nach 9:00 beschlossen wir, uns nun anzustellen. Kontrollierten, ob wir auch einen schwarzen Kugelschreiber dabei hatten und jeder mit mindestens einem Textmarker versorgt war.

Am Eingang erwartete uns freundliches Servicepersonal in gelben T-Shirts, bei denen die letzten Fragen geklärt werden konnten. Wir gaben unsere Jacken und Taschen ab und ausgestattet mit einer durchsichtigen Plastiktüte mit Essen und Schreibsachen liefen wir durch den Metalldetektor.  Über den Einsatz dieser Maßnahme grüble ich noch heute, denn hätte ich Geld für ein ausgeklügeltes „Knopf-im-Ohr-System“, dass mir das professionelle Schummel erlaubte ,hätte ich mich längst an einer Privatuni eingeschrieben. – Na ja man muss ja nicht alles verstehen..

Schnell fand ich meinen Platz in Sektor 1 und hoffte, dass es nun endlich bald losgehen würde, damit es vorbei ist. Dem war leider nicht so. Der Prüfungsvorsitz sprach noch ein „paar“ Worte und bis jeder seinen Umschlag hatte dauerte es sicherlich weitere 30min.

Wir wurden gebeten den Umschlag alle gleichzeitig aufzureißen. – ein wirklich tolles Gefühl, wenn 1500 Leute gleichzeitig einen zu getackerten Umschlag aufreißen!

Ebenso ein Beispiel dafür, dass alles genau geregelt war: Für Toilettengänge gab es ein ausgeklügeltes Kartensystem mit Kabinenzuweisern und keiner durfte den Saal mehr verlassen.

Der Test an sich verlief gut. Es war mehr zu lesen, als gedacht, was ich mich am Ende ein wenig in die zeitliche Bredouille brachte. Doch immerhin – ich wurde fertig.

Nach genau 2,5h hatte ich 105 kleine Kreise ausgemalt.

Der Wissensteil war fair. Es wurden nur Sachen aus dem Stoff abgefragt, die gut zu beantworten waren. Allerdings auch Jahreszahlen und Namen, die man wirklich lernen sollte.

Methodik verlief besser als gedacht, nur Englisch war dieses Jahr wohl besonders schwer.

Statt 3 kleinen Texten gab es einen 4 Seiten Text, für den mir noch eine Stunde Zeit blieb. Am Ende ging es sich aber prima aus, da ich glücklicherweise gut gelernt hatte und bei Teil 1 wenig nachdenken musste.

Auf die Minute genau wurde ich fertig und wartete ungeduldig, bis nun alles eingesammelt war und wir den Saal wieder verlassen durften.

Draußen trafen wir uns alle und gingen, wie verabredet unsere Arbeit gebührend feiern.. ;)

Psychologie Aufnahmetest

Heute fand die letzte Aufnahmeprüfung für das Studienjahr 2012/2013 statt: 4.861 potenzielle StudienanfängerInnen kämpften um einen der 1.285 Plätze für den Studiengang Psychologie an einer der Österreichischen Universitäten. Die Tests fanden gleichzeitig in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck statt.

Wer in Zukunft in Wien Psychologie studieren möchte, musste sich im Austria Center einem Multiple Choice Test bestehend aus drei Teilen stellen: einem Englisch-Textverständnis, einem fachlichen und einem Methodikteil. Wie der Test genau aufgebaut ist und welche Schwierigkeiten die einzelnen Bereiche aufweisen, könnt ihr auf unserer Homepage unter dem Punkt „Testarten im Vergleich“ nachlesen.

Der Ansturm auf das Austria Center Vienna war groß – dank guter Organisation lösten sich aber selbst lange Schlangen schnell auf. Der Einlass ähnelte dem CheckIn am Flughafen – mitgebrachte Taschen müssen abgegeben werden, Essen und Trinken darf nur in durchsichtigen Plastiksackerln mit in den Prüfungsraum genommen werden. Lisa, eine deutsche Studentin war vor dem Aufnahmetest schon etwas aufgeregt: „Natürlich bin ich nervös, aber ich denke das ist normal. Ich hab mich im Vorhinein zuhause gut  vorbereitet und den vorgegebenen Stoff gelernt. Ich hoffe einfach, dass ich aufgenommen werde!“

Nach dem ca. dreieinhalbstündigen Test war die Erleichterung groß. Carina, die auf einen Studienplatz an der Universität Wien hofft, meint zum Test:

„Der Lehrbuchteil war meiner Meinung nach nicht wirklich schwer und bei den Methodikbeispielen war der Schwierigkeitsgrad sehr unterschiedlich. Es gab nur einen englischen Text, der vier Seiten lang war und wohl für alle die größte Schwierigkeit darstellte. Den haben wirklich viele nicht verstanden.“

Carina hat vor dem Test einen Vorbereitungskurs absolviert: „Vor allem für den Methodikteil ist so ein Kurs schon hilfreich. Die englischen Texte waren im Kurs allerdings leichter als der beim Test heute.“

Bis spätestens 30. September müssen die TestteilnehmerInnen noch zittern – dann wird das Ergebnis bekanntgegeben und das Studium kann beginnen.

Aufnahmetest Psychologie im Austria Center Vienna

Reportage Physiotherapie FH OÖ

Physiotherapie – eine der FH-Studienrichtungen mit dem größten Andrang wird unter anderem an drei Standorten der FH Oberösterreich für Gesundheitsberufe angeboten. Einen Überblick über alle angebotenen Studienmöglichkeiten an dieser Fachhochschule findet ihr ja bereits auf unserer Seite  – in diesem Artikel geht es im Speziellen um den Studiengang Physiotherapie, der in Linz, Steyr und Wels angeboten wird.

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