Reportage Medizinische Universität Graz
„Ich habe mich schon vorbereitet – ohne geht’s nicht. Ich hab es zuvor einmal probiert und einfach zu wenig getan und hab’s nicht geschafft. Beim zweiten Mal hab ich einen Vorbereitungskurs gemacht und richtig gelernt. Wer es wirklich will und sich gut vorbereitet, kann den Test in Graz schaffen.” (Markus, Student Medizin Graz)
An der Medizinischen Universität Graz gibt es – anders als in Innsbruck und Wien – keinen EMS-Test. Wer glaubt, dass die Aufnahme an dieser Uni damit einfacher ist, liegt leider falsch… Prozentuell gesehen ist es in Graz sogar noch etwas schwieriger, aufgenommen zu werden, als an den beiden anderen Unis.
Nicht nur der Aufnahmetest ist in der steirischen Hauptstadt anders, sondern auch der Aufbau des Studiums. Für Markus war das ein Grund, in Graz zu studieren: „Das Studium in Graz ist in Module eingeteilt, die jeweils fünf Wochen dauern und danach legt man eine Prüfung ab. In Wien gibt es im Gegensatz dazu die SIP-Prüfung über ein ganzes Jahr. Da kommt der ganze Stress auf einmal zusammen, da ist mir das System in Graz lieber.“ Wer also Interesse am Medizinstudium hat, sollte neben dem Ortswunsch auch bedenken, dass das Studium recht unterschiedlich ablaufen kann. So auch der Aufnahmetest – in Graz gibt es statt dem EMS den BMS („Basistest Medizinischer Studien“), der sich aus drei Teilen zusammensetzt: Einem Kenntnistest über schulisches Vorwissen in naturwissenschaftlichen Fächern, einem Textverständnisteil und einem Situational-Judgement-Test.
Medizinische Universität Graz – Portrait
Psychologie Graz – Portrait
Der Test besteht genau wie in den anderen Studienorten aus einem Methodik-Teil, einem Textverständnisteil und einem Englisch-Test.
Du interessierst dich für Psychologie und möchtest in Graz studieren? Dann findest du auf der Homepage der Universität Graz und auf der Institutsseite weitere Informationen zu allen Terminen und Fristen.
Pädagogische Hochschulen – Portrait
Allgemeine Hochschulreife
In Studienrichtungen mit Aufnahmeprüfung ist es in der Regel so, dass du die allgemeine Hochschulreife im Zeitraum zwischen dem Bestehen der Aufnahmeprüfung und dem tatsächlichen Studienbeginn nachweisen musst. Du kannst also beispielsweise im März eine Aufnahmeprüfung machen, im Juni die Matura bestehen und im Oktober dein Studium beginnen.
Um die allgemeine Hochschulreife zu erreichen, musst du einen der folgenden Punkte erfüllen:
- Besitz eines österreichischen Reifezeugnisses (Matura, Berufsreifeprüfung)
- Besitz eines ausländischen Zeugnisses, das einem österreichischen Zeugnis entweder aufgrund einer internationalen Vereinbarung oder aufgrund einer bestätigten Anerkennung (Nostrifizierung) gleichwertig ist
- Besitz einer Urkunde über den Abschluss eines mindestens dreijährigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung (z.B. Fachhochschule oder Universität)
Als Alternative zur allgemeinen Hochschulreife gibt es die so genannte Studienberechtigungsprüfung, welche eine Zulassung für nur eine bestimmte Studienrichtung ermöglicht. Diese Prüfung ist für jeden Studiengang unterschiedlich. Weitere Informationen dazu erhältst du an der jeweiligen Hochschule.



